Warum sollte ich düngen?

Pflanzen brauchen zum Wachsen neben Wasser und Sauerstoff ebenfalls Nährstoffe, die sich die Pflanzen aus dem Boden ziehen. Ist der Boden nährstoffarm, kann ein Dünger Abhilfe schaffen.

Stickstoff gilt als essentieller Nährstoff für die Pflanzen. Ein Stickstoffmangel macht sich schnell an einer hellgrünen/rötlichen Verfärbung der Blätter bemerkbar. Neben Stickstoff benötigt die Pflanze Phosphor, Kalium und Magnesium, um zu gedeihen. Während der Stickstoff für das Austreiben der Pflanze wichtig ist, kümmert sich der Phosphor um die Wurzeln und die Blätter. Magnesium unterstützt die Bildung von Chlorophyll, dem Blattgrün. Kalium stärkt das „Immunsystem“ der Pflanze und macht sie robuster gegen Krankheiten und Schädlingen. Schnelles Welken bzw. blasse Blattränder deuten auf einen Mangel an Kalium hin.

Was muss ich beim Düngen beachten?

Zunächst ist entscheidend, welche Pflanzen Sie düngen wollen, denn die Inhaltsstoffe unterscheiden sich zwischen beispielsweise Rasen- und Tomatendünger.

Das wichtigste, worauf Sie achten sollten, ist die optimale Dosierung. Diese hängt sowohl von der Pflanze, aber vorwiegend vom Boden ab. Dosierungsempfehlungen auf der Düngerverpackung richten sich nach der durchschnittlichen Dosierungsmenge.

Der pH-Wert ist ausschlaggebend dafür, wie gut der Boden Nährstoffe aufnimmt. Bei einem pH-Wert unter 6,5 gilt der Boden als sauer. Die wenigsten Pflanzen bevorzugen einen alkalischen Boden mit einem pH-Wert über 7,5. Zwischen 6,5 und 7,5 gilt der Boden als neutral. Was gebräuchliche Gartenpflanzen für einen pH-Wert benötigen schwankt von Pflanze zu Pflanze, rangiert allerdings zwischen 4,5 und 6,75. Dementsprechend neigt die Mehrheit der Pflanzen zu einem leicht säuerlichen Boden.

Düngemittel

Natürliche Dünger

Komposthaufen: Ihr Komposthaufen ist der ideale Dünger für Ihre Pflanzen, da er alle wichtigen Nährstoffe enthält und zudem noch Kosten spart, denn Sie müssen nicht unnötig Geld für Düngemittel ausgeben.

Hornspäne: Hornspäne düngen Pflanzen über einen längeren Zeitraum und gelten im Garten als Universaldünger. Sie sind ein starker Stickstofflieferant und bestehen größtenteils aus tierischem Protein.

Kaffeesatz: Da Kaffeesatz einen hohen Stickstoff-Gehalt sowie Phosphor und Kalium enthält, eignet er sich hervorragend als Dünger. Insbesondere Ihre Rosenpflanzen mögen Kaffeedünger. Dazu sollte der Kaffeesatz zunächst getrocknet werden, da er sonst leicht anfängt, zu schimmeln.

Wasser vom Eierkochen: Das Wasser vom Eierkochen hat einen hohen Kalkgehalt, worüber sich die Pflanzen freuen. Weitere Mineralien lösen sich beim Kochen aus der Schale.

Dünger aus Pflanzen – Leguminosen: Leguminosen sind Hülsenfrüchtler, die Stickstoff aus der Luft holen, ihn im Boden anreichern und so für andere Pflanzen nutzbar macht.

Andere Düngemittel

Granulat und Flüssigdünger: Wenn Sie keinen Komposthaufen besitzen, werden für Balkon- und Zimmerpflanzen Düngestäbchen angeboten und für den Garten bietet sich Granulat und Flüssigdünger an. Flüssigdünger ist meist hochkonzentriert und muss deswegen mit Gießwasser verdünnt werden. Ein Vorteil des Flüssigdüngers macht sich in der schnellen Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Pflanze bemerkbar. Granulat hingegen birgt den Vorteil einer längeren Wirkzeit, muss dafür allerdings eingearbeitet werden.

Blaukorn (bzw. NPK-Dinger) dient als Flüssigdünger vielen Hobbygärtnern als preiswerte Alternative zu anderen Düngemitteln. Dennoch sollten Sie beachten, dass Blaukorn nicht gleich Blaukorn ist. Für Hobbygärtner eignet sich der Dünger Novatec, da er umweltfreundlicher ist und der Gehalt an Phosphat nicht zu hoch ist, der in den meisten Gärten bereits ausreichend vorhanden ist.

Wann ist die beste Zeit zum Düngen?

Besonders zur Zeit des Junis, freuen sich ihre Pflanzen über Nährstoffgaben. In der Zeit eignet sich besonders die sogenannte „Kopfdüngung“, am besten ist ein Mineralhaltigen Dünger zu nutzen. Dieser muss im Wasser aufgelöst werden und gleichmäßig um die stängle gegossen werden

Man sollte nicht bei direktem Sonneneinfall eher bei bedecktem Wetter bzw. in den frühen Morgenstunden, wenn der Boden feucht ist. Düngt man bei zu starker Sonne, verbrennen die Blätter und Wurzeln.

Bäume, Hecken und Stauden brauchen meist im Herbst und im Frühjahr eine Düngung. Häufiges Düngen mit niedriger Konzentration verträgt die Pflanze besser als eine zu hohe Dosierung. Rosen beispielsweise düngt man im Frühjahr, während Sommerblumen ab Juni regelmäßig nach Dünger verlangen. Wenn Sie Gemüse düngen, achten Sie auf die Gemüsesorte, denn manche Gemüsesorten gedeihen in einer nährstoffarmen Umgebung besser als andere.

Wie oft sollte ich Düngen?

Viel hilft nicht viel – vor allem nicht beim Düngen. Es kann sogar der Pflanze und den Tieren im Boden schaden. Es empfiehlt sich eher mit geringerer Dosierung zu düngen. Als Faustregel gilt, dass Pflanzen, die viel Licht benötigen, einen höheren Bedarf an Dünger haben. Ein zu hoher Stickstoffgehalt im Boden führt zu einer größeren Anfälligkeit für Schädlinge und Pilze. Enthält der Boden zu viel Phosphor, kann die Pflanze nicht ausreichend Stickstoff aufnehmen. Empfehlenswert ist daher immer lieber eine geringere Menge an Dünger zu nehmen als zu viel.

Ihr Ansprechpartner 

Düngen
  • Stefan Sacher Geschäftsführer

  • Stadtweg 20 Mühlhausen OT Seebach

  • 0172 65 90 400

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