Welcher Teichtyp passt zu mir?

Wir können natürlich auch Ihnen helfen, Ihren Gartenteich anzulegen. Nicht jeder Teich ist wie der andere. Es gibt verschiedene Ausführungen, die sich in Aufbau, Material, Zweck und Pflegeintensität unterscheiden. Jeder kann den Passenden für sich finden.

Der Hochteich – das Hochbeet unter den Teichen

Ein Hochteich ist prinzipiell vergleichbar mit einem Hochbeet. Ein Teil oder auch die gesamte Wassermenge liegt über der Erde, wodurch er auch sehr gut für Terrassen und Balkone geeignet ist.
Hochteiche sind einfacher anzulegen, da keine großen Erdarbeiten vorgenommen werden müssen und sogar für eine Lage am Hang geeignet. Wegen ihrer bequemen Höhe sind sie einfacher zu Pflegen und besser erreichbar für bewegungseingeschränkte Menschen.

Der Naturteich – unkompliziertes Zuhause für viele Lebewesen

Diese Teiche sind ideal für Naturliebhaber und brauchen nur wenig Pflege. Sie werden ohne Pumpe, Filter und chemische Mittel betrieben, bestenfalls wird nicht einmal eine Folie verwendet. Die Natur wirkt und der Teich baut mit der Zeit sein eigenes biologisches Gleichgewicht auf. Die Bepflanzung kann vielfältig gestaltet werden. Dieses Biotop lockt Insekten, Frösche und viele weitere Tiere an.

Ein Naturteich kann prinzipiell in jeder beliebigen Größe angelegt werden. Sollen auch Fische in ihm leben, muss er aber mindestens 1 m tief sein und die Fläche ca. 6 m² betragen. Ab dieser Größe sollte auch eine Folie eingesetzt werden.

Der Zierteich – der Blickfang im Garten

Bei Zierteichen steht eine schöne Gestaltung des Gartens im Vordergrund. Sie werden vor allem an gut sichtbaren Standorten angelegt. Es ist möglich, völlig auf Fische und Pflanzen als Bewohner zu verzichten. In der Regel werden Koikarpfen, Goldfische oder ähnlich auffällige Fische gehalten. Zur Filterung wird eine Teichpumpe benötigt, die das Wasser klar hält und den Tieren genügend Sauerstoff bereitstellt. Zudem können verspielte Springbrunnen oder geschmackvolle Beleuchtung installiert werden.

Der Schwimmteich – ökologischer Badespaß

Schwimm- oder Badeteiche sind eine gute Alternative zu Swimmingpools. Sie sind besonders für Allergiker und Naturfreunde geeignet, weil sie ohne Chemikalien betrieben werden. Etwa zwei Drittel der Gesamtfläche können als Badezone genutzt werden. Der restliche Platz wird für die Uferpflanzen benötigt. Sie entziehen dem Wasser Nährstoffe, um das Algenwachstum zu verringern. Umwälzpumpen bewegen zusätzlich ständig das Wasser und biologische Filter reinigen es.

Was kostet ein Teich?

Die Kosten für den Bau eines Gartenteiches sind abhängig von seiner Größe. Simple Gartenteiche liegen preislich im Bereich zwischen 100 €/m² und 300 €/m². Diese Beträge können bei unterschiedlicher Bauweise (Fertigteich oder Folie) etwas abweichen. Auch Extras wie Wasserspiele und Beleuchtung erhöhen natürlich die Kosten.

Der Preis für Erdaushubarbeiten liegt je nach Tiefe bei 40 bis 130 €/m² Wasserfläche. Beim Sand für die Polsterschicht muss man mit Materialkosten von ca. 13 €/m² rechnen.

Kleinere Objekte lassen sich besonders gut als Fertigteich realisieren. Die Becken kosten 100 bis 130 €/m² und ihr Einsatz in den Boden etwa 15 bis 25 €/m².

Weit angelegte Schwimmteiche können preislich in Kategorien über 10.000 € liegen. Das kommt aber wieder auf die Fläche an. Folie und Vlies kosten zusammen ca. 30 bis 50 €/m². Für das Ausbreiten und Verbauen dieser Materialien kann man mit Ausgaben von 25 bis 40 €/m² rechnen.

Hochteiche mit etwa 1 bis 5 m² liegen kostenmäßig im Rahmen von 200 € – 800 €. Das unterscheidet sich je nach Hersteller und Material stark.

Fertig- oder Folienteich, was ist günstiger?

Vorgefertigte Becken sind ideal für kleine Teiche, schnell und einfach einzubauen. Form und Maße müssen nicht extra angepasst werden, sondern sind i. d. R. vom Hersteller vorgegeben. Man sollte bei der Anschaffung darauf achten, dass die Übergänge zwischen den Pflanzzonen nicht zu steil für Bewuchs und die Tiefwasserzonen tief genug sind.

Folienteiche können komplett individuell mit ihrem Standort abgestimmt werden. Man kann sie, entsprechend der eigenen Wünsche den Voraussetzungen vor Ort anpassen. Sie eignen sich besonders für große Teichsysteme. Die Tiefwasserzone kann entsprechend erweitert werden. Planung und Bau sind dadurch allerdings aufwendiger als bei Fertigteichen. Die Folie ist empfindlicher für Beschädigungen durch spitze Gegenstände. Ihr Material muss entsprechend der Tiefe des Teiches ausgewählt werden.

Wie lege ich einen Teich an?

Welche Werkzeuge brauche ich?

Zum Abstecken der gewünschten Größe des Teiches werden üblicherweise Hammer, Holzpflöcke und Richtschnur verwendet. Sie können sich aber auch mit einem Gartenschlauch behelfen, um die Form zu markieren.

Darauf folgt der Erdaushub. Für größere Gruben bietet sich ein Bagger an, kleinere Teiche kann man hingegen mit Spaten, Schaufel und Spitzhacke ausheben. Eine Schubkarre eignet sich, um die überschüssige Erde abzutransportieren.

Zum Ausrichten des Beckens ist eine Wasserwaage von Vorteil.

Welche Materialien brauche ich?

Je nach Teich-Art werden Teichfolie oder Teichbecken benötigt. Für den Aufbau der Polsterschicht zwischen Teich und Mutterboden bedarf es außerdem Sand und Schutzvlies.

Zum Bepflanzen der Randzonen werden Kies, Steine und Pflanzkörbe gebraucht.

Wo ist der richtige Standort?

Teiche, die vor allem schön anzusehen sein sollen (z. B. mit Wasserspielen) können in der Nähe von Terrassen oder Sitzecken angelegt werden, um sie immer im Blick zu haben. Naturnahe Teiche benötigen einen eher abgeschiedenen Standort. In Bereichen, in denen viel Betrieb herrscht, wird die Tierwelt zu sehr gestört.

Ein Teich sollte in ebenem Untergrund und nicht zu nah an Gebäuden angelegt werden. So wird die Schädigung von Gebäuden durch Feuchtigkeit oder austretendes Wasser verhindert.

Ein Platz in der Sonne wirkt attraktiv, fördert aber auch die Erwärmung des Wassers und somit das Algenwachstum, was zu Sauerstoffmangel im Teich führt. Ideal ist ein halbschattiger Standort mit wenigen Bäumen. Laub verursacht nicht nur viel Arbeit, sondern kann auch zur Übersäuerung beitragen. Wurzeln können das Teichbecken genauso beschädigen wie spitze Steine im Untergrund.

Welche Gefahren kann ich vermeiden?

Während der Planung sollte der Verlauf von Kabeln und Leitungen im Untergrund beachtet werden. Diese dürfen während der Erdarbeiten nicht geschädigt werden.

Ein Zaun um den Teich hilft die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten. Er kann nach Bedarf angelegt und später einfach abmontiert werden.

Um das Teichbecken vor Löchern durch spitze Gegenstände im Untergrund zu schützen, sollten Teichvlies und eine dicke Sandschicht eingebaut werden. So sind auch Kellerräume und Nebengrundstücke sicher vor austretender Feuchtigkeit.

In welcher Zeit sollte ich einen Teich anlegen?

Einen Gartenteich legen Sie am Besten im Frühjahr an, damit er genügend Zeit hat, während der Vegetationsperiode ein eigenes biologisches Gleichgewicht aufzubauen. Spätestens im Mai und Juni können Sie das vielfältige Pflanzenangebot auskosten.

Es ist theoretisch das ganze Jahr über möglich einen Teich auszuheben. Für das Verlegen der Folie sind jedoch warme Temperaturen am besten, da die Folie dann weicher und gut zu verarbeiten ist. Bei längerem Offenliegen der Grube, kann einlaufendes Oberflächenwasser tiefe Rinnen im Teichprofil hinterlassen. Diese Rinnen müssen später ausgebessert werden. Auch Vlies und Folie sollten nicht länger ungeschützt ausliegen.

Im Herbst ist es nicht zu empfehlen einen Teich anzulegen, weil sich Wasserpflanzen schon ab August/September auf den Winter vorbereiten. Sie beginnen sich zurückzuziehen, können sich nicht richtig im Teich eingewöhnen oder sterben sogar ab.

Wie tief sollte mein Teich sein?

Ein Teich mit genug Wassertiefe erwärmt sich im Sommer nicht so stark und friert bei kälteren Temperaturen nicht bis zum Grund zu. Größere Wassermassen wirken temperaturausgleichend. Bei zu tiefen Teichen reicht die Oberfläche jedoch nicht für den Austausch von Faulgas und Sauerstoff. Das optimale Verhältnis von Volumen zu Oberfläche sind 250 Liter je Quadratmeter Wasseroberfläche.

Welche Wasserzonen muss ich anlegen?

Den flachen Übergang vom Garten zum Teich nennt man Teichrandzone. Sie wird zeitweise überschwemmt und bildet den idealen Lebensraum für Zwergkalmus oder Schlangenknöterich. Die darauffolgende Feuchtzone ist bis zu 15 cm tief und kann Pflanzen wie Sumpfcalla oder Wasserminze beherbergen. An diesen Uferbereich schließt die biologisch sehr wichtige Sumpfzone mit einer Tiefe von 15 bis 40 cm an. Geeignete Pflanzen sind dort Sumpfdotterblume oder auch Rohrkolben. Danach reiht sich die 40 bis 120 cm tiefe Flachwasserzone, welche nicht zu schmal geplant werden sollte, da sie bepflanzt als natürliche Kläranlage des Teiches wirkt. Den mittleren Bereich bildet mit 70 bis 150 cm die Tiefwasserzone. Fischteiche sollten an der tiefsten Stelle mindestens 1 m bis 1,20 m messen. Die Abstufungen können individuell steiler oder flacher angelegt werden.

Wie sehen gute Pflege und richtige Instandhaltung aus?

Ist der Teich errichtet, müssen einige Dinge beachtet werden. Ein regelmäßiges Messen und Kontrollieren des Wasserstandes ist von Vorteil, ist der Wasserstand zu niedrig, eignet sich Wasser aus der Regentonne ebenfalls sehr gut. Zum Teichboden sinkendes Laub entwickelt sich zu Faulschlamm, der schädliche Gase und zu viele Nährstoffe an das Wasser abgibt. Man erkennt, dass er überhandnimmt, wenn Gasbläschen aufsteigen. Den Schlamm kann man im Frühjahr oder Herbst absaugen. Deckt man das Gewässer jedoch mit einem Teichnetz ab, schützt dieses dauerhaft und verringert so den Reinigungsaufwand. Am besten funktioniert ein satteldachähnliches Gestell. Über dieses wird das Teichnetz gelegt. Die Laubblätter rutschen so zum Ufer hin ab. Am Rand des Teiches können sie dann einfach eingesammelt werden. Algen und andere Verschmutzungen sollten dennoch regelmäßig mit einem Kescher abgefischt werden.

Einsetzen und regelmäßiges Zurückschneiden von Pflanzen in und um den Teich, sorgt dafür, dass dem Wasser beständig Nährstoffe entzogen werden. Damit wird das Algenwachstum auf natürliche Weise verringert und das Wasser bleibt klarer. Die Pflanzen der Sumpf- und Flachwasserzone sollten im Herbst oder Frühjahr dicht oberhalb der Wasseroberfläche abgeschnitten werden.