Was muss ich beim Kauf der richtigen Rosenpflanze beachten?

Die Wahl der Rosensorte sollte vor dem Kauf eingegrenzt werden, da es über 2000 Rosensorten gibt. Sie müssen sich fragen, welche Rosenart von Farbe und Wuchsart zu Ihnen passt, wann und wie oft die Rosen blühen sollen. Zum Beispiel unterscheidet man zwischen verschiedenen Rosenklassen, wie Kletterrosen oder Strauch- und Buschrosen. Engen Sie vorher Ihre Wahl ein bzw. lassen Sie sich fachmännisch beraten, damit Sie Ihre Rosenpflanze vor lauter Rosen finden.

Sie haben die Möglichkeit, sich direkt vom Rosenzüchter beraten zu lassen oder besuchen eine Gartenbaumschule. In Baumärkten beschränkt sich die Sortenvielfalt sehr stark auf bekannte Sorten, die Sie dort allerdings in großen Stückzahlen günstig einkaufen können.

Zudem wird zwischen Containerrosen und wurzelnackten Rosen unterschieden. Während die wurzelnackten günstiger sind, beschränkt sich ihre Pflanzzeit allerdings. Vorteilig sind sie, wenn Sie Rosen in größeren Stückzahlen kaufen wollen. Containerrosen hingegen kommen, wie der Name schon sagt, im Container bzw. im Topf angeboten.

Veredelte Rosen teilt man in die Güteklasse A und B ein. Bei der Güteklasse A besitzt die Rose bereits gut verzweigte Wurzeln mit mindestens drei kräftigen Trieben. Im Vergleich zur Güteklasse A weist die Güteklasse B weniger Triebe auf und benötigt länger, um eine verzweigte Krone zu bilden. Die Qualität der Rose zeigt sich u. a. an der Rinde, die glatt, fest und leicht glänzend sein muss. Hingegen eine impliziert schrumpelige bzw. fleckige Rinde, dass die Pflanze bereits Frost- oder Trockenschäden davongetragen hat.  Wenn Sie die Rinde leicht mit einem Fingernagel einritzen, dann ist ein frischgrünes Gewebe Indikator dafür, dass die Pflanze gesund ist.

Wann ist die beste Zeit, meine Rosen zu pflanzen?

Herbst ist die beste Jahreszeit zum Rosenpflanzen. Das hat drei Gründe. Einerseits ist der Boden noch warm vom Sommer, andererseits haben Sie im Herbst eine größere Auswahl an Rosen als im Frühjahr, da diese im Herbst geerntet und abschließend in Kühlhäuser eingelagert werden. Hinzu kommt noch, dass durch die Einlagerung die Qualität der Rose nicht zunimmt. Durch die Pflanzung im Herbst bekommt die Rose einen Wachstumsvorsprung zu ihren Artgenossen im Frühjahr, da sie dann beste Bedingungen zum Wachsen hat.

Die Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen begrenzt sich von Mitte Oktober bis Ende März, wobei darauf zu achten ist, dass der Boden noch nicht bzw. nicht mehr durchgefroren ist. Im Gegensatz dazu können Containerrosen fast ganzjährig gepflanzt werden. Vor allem im Frühjahr und Sommer – selbst in voller Blüte – lassen sich Containerrosen pflanzen.

Was muss ich beim Pflanzen der Rosen beachten?

Wurzelnackte Rosen sind meist feucht in Holzwolle und Folie verpackt und sollten schnellstmöglich eingepflanzt werden. Wenn die Einpflanzung verschoben werden muss – wegen Frost beispielsweise – können Rosen kühl stehend zwei Wochen in der Folie gelagert werden.

Standort

Der richtige Standort der Rosen ist abhängig von der Sorte der Rose. Sie lieben es sonnig und luftig, sowie einen wasserdurchlässigen Boden, gedeihen aber auch im lichten Schatten gut. Sie sollten beachten, dass Sie Rosen nicht auf Flächen pflanzen, wo bereits zuvor Rosen bzw. Rosengewächse (z. B. Apfel oder Birne) standen, da sich auf solchen Flächen eine gewisse Rosenmüdigkeit einstellt und die Rose nicht richtig gedeihen kann.

Pflanzen- und Bodenvorbereitung

Bewässerung vor dem Einpflanzen

Vor dem Pflanzen sollten Sie wurzelnackte Rosen bis zur Veredelungsstelle (verdickte Stelle oberhalb der Wurzeln) für einige Stunden ins Wasser legen, damit sie sich mit Wasser vollsaugen können. Als Faustregel gilt, dass je später Sie die Rosen pflanzen, desto länger müssen sie im Wasserbad stehen. Während im Herbst ca. acht Stunden reichen, sollten Sie im März die Rosen einen Tag lang im Wasser stehen lassen.

Containerrosen mögen vor dem Einpflanzen ebenfalls eine Bewässerung. Der Topfballen sollte solange, bis er absinkt und sich keine Blasen mehr bilden, ins Wasser getaucht werden.

Triebe schneiden

Um weniger Wasser verdunsten zu lassen und die Bildung neuer Wurzeln anzuregen, werden bei wurzelnackten Rosen die Triebe auf 20 cm zurückgeschnitten. Bei Containerrosen prüfen Sie zunächst, ob sich bereits weiße Wurzeln gebildet haben, indem Sie den Topf entfernen. Ist dies nicht der Fall, braucht die Pflanze noch ein paar Wochen, bevor sie bereit zum Einpflanzen ist. Hingegen bereits länger stehende Rosenpflanzen können dicke Ringelwurzeln ausbilden. Diese müssen Sie mit einer Schere am Rand aufschneiden und gerade richten. Zudem sollten abgebrochene und abgestorbene Triebe abgeschnitten werden.

Bodenvorbereitung

Indem Sie den Boden von Unkraut befreien und das Erdreich auflockern, bereiten Sie den Boden auf das Einpflanzen vor. Die Auflockerung ist für die Rosen immens wichtig, da sie Tiefwurzler sind und bei zu harter Erde nicht gedeihen können.

Für die Entfaltung Ihrer wurzelnackten Rosen müssen Sie mit einem Spaten ein Bodenloch mit einem Durchmesser von 40 bis 50 cm graben. Bei Containerrosen sieht das anders aus. Da sollte das Bodenloch die doppelte Breite und Tiefe des Topfballens betragen.

Richtige Pflanztechnik

Verpflanzen Sie eine Containerrose, dann ziehen Sie vorsichtig den Plastiktopf ab. Bei wurzelnackten Rosen entfernt man zunächst die Schutzfolie und setzt sie anschließend in das Bodenloch. Etwa fünf Zentimeter unter der Oberfläche sollte sowohl bei wurzelnackten als auch bei Containerrosen die Veredelungsstelle sitzen.

Was muss ich nach der Anpflanzung beachten?

Um Wassermangel vorzubeugen, hilft ein Gießrand, die Wurzeln optimal zu bewässern. Den können Sie ganz einfach nach dem Einpflanzen mit Erde formen, indem Sie um das Bodenloch herum etwas Erde anhäufen. Das bezweckt, dass das Wasser direkt an der Pflanzenstelle abläuft. Anschließend schütten Sie als Frostschutz Erde an die Rose. Dieser Schutz bleibt bei einer Pflanzung im Herbst bis Frühjahr. Bei einer späteren Einpflanzung sollte der Schutz solange, bis kein Frost mehr erwartet wird und die Rose ausgetrieben hat, gewährleistet werden.

Düngen sollten Sie nicht in der Anfangszeit, da Sie so der Pflanze Wasser entziehen. Zudem ist es auch nicht notwendig, da die Rosenpflanze noch relativ anspruchslos ist. Erst nach der ersten Blüte brauchen Sie das erste Mal düngen.

Welche Geräte brauche ich zum Pflanzen der Rosen?

Als Geräte für das Lockern des Bodens bietet sich eine Grabegabel bzw. Spatengabel an. Die Grabegabel bearbeitet harte und steinige Böden und sollte deswegen stabil sein. Außerdem sollten Sie auf die optimale Höhe und ein angenehmes Gewicht achten, sodass Sie sich keine Schmerzen im Rücken zuziehen.

Der ideale Spaten unterstützt Sie beim schnellen und effektiven Erdlochausheben und sollte – wie auch die Grabegabel – die richtige Höhe für Sie besitzen. Ein klassischer Gartenspaten ist vielseitig einsetzbar und für alle Hobbygärtner geeignet. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Modellen, die sich von Größe der Schaufel sowie der Form der Schaufel und des Griffs unterscheiden. Der T-Griff ist der am häufigsten verwendete Griff gegenüber dem Knopf-Griff und dem D-Griff. Sie sollten beim Spaten auf Qualität setzen, denn minderwertiges Material beim Spatenblatt verbiegt sehr schnell. Hochwertige Materialien halten hohen Belastungen stand, sodass Sie lange eine Freude am Gärtnern mit einem qualitätsvollen Gerät haben.

Eine Amboss-Schere erleichtert das Aufschneiden der Ringelwurzeln. Da die Amboss-Schere eher für grobe Schnitte, die mehr Kraft erfordern, geeignet ist, sollten Sie für präzise Schnitte eine Bypass-Schere wählen.

Ihr Ansprechpartner 

  • Stefan Sacher Geschäftsführer

  • Stadtweg 20 Mühlhausen OT Seebach

  • 0172 65 90 400

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