Jeder Strauch besitzt verschiedene Ansprüche an seine Pflege. Sie wollen im Sommer die volle Blütenpracht Ihrer Sträucher genießen? Dann ist ein kräftiger Rückschnitt notwendig – egal ob blühend oder immergrün. Schließlich hilft dieser Ihrer Pflanze, neue Energie zu tanken und erneut in voller Pracht zu wachsen und zu gedeihen.

Durch einen richtigen Schnitt erhalten Ihrer Sträucher nicht nur eine schöne Form – ebenfalls profitieren Sie von mehr Blüten.

Sträucher bereichern unser Leben in vielen Aspekten. Dabei spielt nicht nur die Optik, als Hingucker in Gärten, eine entscheidende Rolle – Sie können auch Bestandteil unseres Speiseplans, als auch des Speiseplans von Wildtieren sein.

Wir möchten Ihnen mit auf den Weg geben, wann der beste Zeitpunkt zum Schneiden ist und geben Ihnen Tipps zum richtigen Vorgehen beim Schnitt.

Der ideale Zeitpunkt zum Schneiden von Sträuchern

Je früher Sie Ihrer Sträucher zurückschneiden, desto eher bilden sich neue Knospen an den verbliebenen Trieben. Dies führt wiederum dazu, dass es zu einer frühzeitigen Entwicklung Ihres Strauchs mit voller Blütenpracht kommen kann. Grundsätzlich ist es jedoch möglich, dass Sie Ihre Sträucher rund um das ganze Jahr schneiden, da dies von der jeweiligen Sorte abhängt. Dadurch das Sie den verschiedensten Pflanzenfamilien angehören blühen oder fruchten diese auch zu verschiedenen Zeiten. Damit Sie einen Überblick für den richtigen Schnitttermin Ihrer Sträucher finden, haben wir dies für Sie im Folgenden zusammengetragen:

Frühjahrsblüher schneiden Sie direkt nach der Blüte. Ein späterer Schnitt würde die Blütenknospen entfernen.

Ihre Sommerblüher sollten Sie von Dezember bis März geschnitten haben . Der Schnitt dient zum Auslichten, der Anregung neuen Wachstums, zur Verjüngung und fördert dabei oft kräftigeres Blühen.

Obstgehölze können von Ihnen je nach Vorhaben einen Sommer- oder Winterschnitt erhalten. Entscheiden Sie sich für den Winterschnitt, welcher ebenfalls im Zeitraum von Dezember bis März vonstattengehen sollte, trägt dies der Förderung von neuem Fruchtholz bei. Der Sommerschnitt sollte von Ihnen von Juli bis September durchgeführt werden, denn im Gegensatz zum Winterschnitt fördert er die Fruchtqualität und die Fruchtfärbung.

Um die Verzweigung Ihrer Hecke zu fördern, sollten Sie etwa zweimal jährlich von Dezember bis März und von Juni bis August einen Heckenschnitt Ihrer Laubgehölze machen.

Haben Sie Rosen in Ihrem Garten müssen diese nach der Blüte, vor dem 15. Juli, von Ihnen geschnitten werden, um die Frosthärte zu erhalten und für erneute Blüte und Blütenbildung im Folgejahr zu sorgen.

  • Vorteile Winterschnitt

Durch den Winterschnitt erhalten Sie einen besseren Überblick zum Schneiden, da sich keine Blätter mehr an Ihren Sträuchern befinden. Zudem können Sie so im Folgejahr stärker nachwachsen, da der Verlust der Substanz gering ist.

  • Vorteile Sommerschnitt

Entscheiden Sie sich dafür Ihre Pflanzen im Sommer zu schneiden, haben Sie den Vorteil, dass die Schnittwunden an den Sträuchern schneller verheilen und können ebenfalls den Blütenstand beeinflussen.

Der richtige Weg um Sträucher zurückzuschneiden und was Sie dabei beachten sollten

Der richtige Schnitt ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Es gilt, dass ein guter Schnitt auf den ersten Blick mit bloßem Auge nicht offensichtlich ins Auge fällt.

Um bei Hecken, Formgehölzen und Bodendeckern eine dichte Verzweigung zu erreichen werden diese regelmäßig in Form geschnitten – aber nicht im Inneren. Sträucher, wo Triebe aus der Mitte entspringen werden nah am Boden ausgelichtet. Nach Möglichkeit werden Sie in der Höhe beschnitten und nicht an den Spitzen. Sträucher, die sich auf halber Höhe verzweigen werden im Inneren ausgelichtet. Die Spitzen bleiben dabei unangetastet.

Bei Frühjahrsblühern sollten Sie darauf achten, alle drei Jahre nach der Blüte einen Rückschnitt durchzuführen. Hierbei entfernen Sie die ältesten Äste und Zweige, damit junge Triebe nachwachsen können. Die kräftigsten Triebe Ihres Strauches bleiben stehen und die Jungtriebe, die sich aus der Mitte bilden sollten Sie auf unterschiedliche Höhe einkürzen, um die Verzweigung zu fördern.

Bei Ihren Sommerblühern führt ein jährlicher Rückschnitt im zeitigen Frühjahr zur Hochform. Der Strauch kann so mit neuer Energie treiben. Bestenfalls schneiden Sie mit einer scharfen Gartenschere und lassen dabei vom Vorjahr einen kurzen Stummel mit maximal zwei Knospen übrig. Sollten Sie Ihren Strauch zu dicht finden, haben Sie die Möglichkeit einzelne Triebe vollständig zu entfernen. Je stärker Sie alte Triebe einkürzen, desto schöner blühen Ihre Sträucher in der neuen Saison.

Besitzen Sie immergrüne Sträucher sollten Sie die Schnitte so setzten, dass diese kaum sichtbar sind. Dieser Schnitt wird auch verdeckter Schnitt genannt. Sie schneiden also im Inneren des Strauches und hinter den Blättern. Grundsätzlich müssen Sie so schneiden, dass keine nackten „Stumpen“ stehen bleiben. Entweder Sie entfernen den gesamten Ast vollständig oder führen einen schnitt oberhalb eines bestehenden Seitentriebes durch. So erreichen Sie unauffälliges auslichten und können Ihren Strauch in der Größe reduzieren.

Bei Rosen gibt es zwei Arten: Der Sommerschnitt im Juli und August, welcher die reiche Blüte von Rosen fördert. Dabei sollten Sie nur abgestorbene oder ganz junge Triebe entfernen. Damit die Winterhärte der Rose nicht leidet, muss ab dem 15.Juli das Schneiden der Triebe bestenfalls unterlassen werden. Der Rückschnitt zwischen März und April ist für alle Rosen essenziell, um durch kräftigen, tiefen Rückschnitt das Wachstum und die Blüte für das neue Jahr anzuregen. Sie wird dabei knapp über der zweiten bis dritten Knospe – vom Boden aus gesehen – geschnitten.

Zu beachten ist, dass Sie Sträucher nie schneiden sollten, wenn Frost oder große Hitze erwartet wird.

Die Schnitttechniken im Überblick

Die richtige Schnitttechnik um Ihren Strauch wieder in Form zu bringen hängt vom Alter und der Wuchsform Ihres Strauches ab.

Es gibt zwei Schnitttechniken, die zur Verfügung stehen – der Auslichtungsschnitt und der Verjüngungsschnitt.

Beim sogenannten Auslichtungsschnitt geht es darum, den Erhalt der Blühfreudigkeit von Frühjahrs- und Frühsommerblühern zu sichern. Damit Sträucher lange schön und fleißig blühen, sollten Sie alte Triebe alle zwei bis drei Jahre nach der Blüte am Boden entfernen. Sollte ein langer, kräftiger Jungtrieb entstanden sein, schneiden Sie oberhalb von diesem ab. Bei den langen, unverzweigten Trieben empfehlen wir einen Rückschnitt um ein bis zwei Drittel Ihrer Länge. So haben diese im Laufe der Saison die Möglichkeit sich zu verzweigen, die Krone kann dichter werden und auch die Tragbarkeit der Blütentriebe vermehrt sich.

Der Verjüngungsschnitt dient dazu, Sträucher, die jahrelang gar nicht oder falsch geschnitten worden wieder auf Vordermann zu bringen. Die gesamte Krone sollte hier von Ihnen auf 30 bis 50 cm über dem Boden entfernt werden. Durch die nachwachsenden, kräftigen Triebe kann so die Krone wieder neu aufgebaut werden.

Sträucher, die nicht geschnitten werden

Wenn am ein- oder mehrjährigen Holz Blüten erkennbar sind und diese ausschließlich an den Endknospen der Zweige weiterwachsen ist dies ein Zeichen dafür, dass diese Art von Sträuchern keinen regelmäßigen Schnitt benötigen. Immergrüne Sträucher kommen ebenfalls ohne regemäßigen Schnitt aus, denn auch mit Rückschnitt würden Sie nicht intensiver blühen. Beispiele für solche Strauchgewächse sind Zaubernuss, Magnolien oder der Spindelstrauch.

Ein gelegentlicher Auslichtungsschnitt tut manchen Sträuchern dieser Art mit Sicherheit gut, ein regelmäßiger Rückschnitt wird allerdings nicht benötigt.

Fazit zum optimalen Rückschnitt

In erster Linie ist der Rückschnitt davon abhängig, ob und zu welchem Zeitpunkt Ihre Sträucher blühen. Ihre Sommerblüher sollten Sie dementsprechend nach dem Winter, wenn es etwas milder draußen wird, zurückschneiden. Frühjahrsblüher hingegen schneiden Sie demnach erst nach der Blüte.

Alle zwei bis drei Jahre können manche Sträucher einen Erhaltungsschnitt bekommen. Sie ermöglichen Ihren Gewächsen und Gehölzen so, neue Kraft zu tanken und eine üppige Krone auszubilden. Durch einen Verjüngungsschnitt können Sie Ihren nicht mehr blühenden Sträuchern neue Energie verleihen. Ein radikaler Rückschnitt bewirkt möglicherweise, dass dieser daraufhin doch noch einmal neu austreibt.

Ihr Ansprechpartner 

  • Stefan Sacher Geschäftsführer

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